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Doppelt so viele Krankheitstage durch Brustkrebs

Meldung vom

In den Industrienationen ist Bustkrebs mit etwa 30,5 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, dies verdeutlicht die BGF-Grafik des Monats Juni:  Etwa jede achte bis zehnte Frau erhält irgendwann in ihrem Leben diese Diagnose, rund 70.000 Neuerkrankungen gibt es jährlich in Deutschland. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, allerdings ist das vergleichsweise selten. Nur etwa jede hundertste Diagnose entfällt auf einen Mann.

Im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen der Unternehmen wird diese Erkrankung in den letzten Jahren immer präsenter, gerade in frauendominierten Branchen mit hohem Durchschnittsalter wie der Pflegebranche. Bei den AOK-versicherten Beschäftigten im Rheinland hat sich die Anzahl an Arbeitsunfähigkeitstagen (je 1.000 VJ) aufgrund von Brustkrebs seit dem Jahr 2003 mehr als verdoppelt. Auch die Fallzahl hat sich im gleichen Zeitabschnitt verzweifacht. Dabei muss man beachten, dass abgesehen vom demografischen Wandel auch die um knapp zehn Prozent gestiegene Frauenquote innerhalb des Untersuchungszeitraumes bei den Erwerbstätigen Einfluss auf diese Entwicklung nimmt.

Wenn Brustkrebs frühzeitig entdeckt wird, bestehen sehr gute Heilungschancen. Umso wichtiger ist es, die Früherkennungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Das gesetzliche Früherkennungsprogramm bietet Frauen ab 30 Jahren die Möglichkeit einer jährlichen Tastuntersuchung beim Arzt. Zwischen 2005 und 2009 wurde in Deutschland das qualitätsgesicherte Mammographie- Screening-Programm eingeführt. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden seitdem alle zwei Jahre zu einer Röntgenuntersuchung der Brust in einer zertifizierten Einrichtung eingeladen.

Die AOK Rheinland/Hamburg bietet ihren Versicherten seit langem eine besondere Beratung und Behandlung an. Versicherte mit einem bestätigten oder vermuteten genetischen Krebsrisiko haben die Möglichkeit, sich in einem spezialisierten Zentrum für familiären Brustkrebs beraten, behandeln und auf Anraten der Fachärzte einen Gentest durchführen zu lassen. >>