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Gemeinsam.Gesundheit.Gestalten.

Aktuelle Informationen aus dem Bereich Science

Gesundheit im Handwerk deutlich verschlechtert.
Neuer Branchenbericht bietet Überblick

Die Gesundheit im Handwerk hat sich in den letzten Jahren erkennbar verschlechtert. Im Jahr 2020 hat der Krankenstand gegenüber 2019 erneut um rund drei Prozent zugenommen und lag in allen Handwerksbranchen bei rund sechs Prozent. Besorgniserregend ist die Entwicklung bei den Langzeiterkrankungen. Hier gibt es im gleichen Zeitraum einen Anstieg um etwa 10 Prozent auf 2,99%.

Mit unserem aktuellen Branchenbericht wollen wir Verantwortlichen im Handwerk die Möglichkeit geben, eigene Kennzahlen mit den Branchenwerten zu vergleichen. Wie ist die Gesundheit in ihrem Betrieb im Vergleich zu anderen Betrieben? Gerne unterstützen wir Sie und Ihr Unternehmen dabei, Ihre Zahlen auszuwerten und zu vergleichen.

Gesundheit in der Entsorgungsbranche verschlechtert sich

Die Veränderungen unseres Umweltbewusstseins sowie neue politischen Vorgaben haben zu einem Aufschwung in der Ver- und Entsorgungsbranche geführt. Der Aufschwung hat aber nicht dazu geführt, dass es den Beschäftigten besser geht. Im Gegenteil: Deren Gesundheit hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Der Gesamtkrankenstand erhöhte sich den letzten 10 Jahren um einen Prozentpunkt. Inzwischen liegt er bei knapp 8 Prozent. Die meisten Krankentage gehen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen (23,99 Prozent), knapp 12 Prozent auf psychische Erkrankungen zurück. Mehr Informationen für Arbeitgeber in der Ver- und Entsorgungsbranche gibt es hier:

Gewitter im Kopf: Volkskrankheit Migräne

Migräne gehört in Deutschland zu den häufigsten Kopfschmerzarten. Rund 10% der Bevölkerung leiden unter dieser schweren neurologischen Erkrankung, die volkswirtschaftlichen Kosten von Arbeitsausfällen aufgrund von Migräne sind enorm. Bei einer akuten Migräneattacke setzen schwere, häufig einseitig pulsierende Kopfschmerzen ein, die bei körperlicher Aktivität an Intensität zunehmen können. Typische Begleiterscheinungen einer Migräne sind heftige Übelkeit sowie Licht-, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit – an eine normale Ausübung der Arbeitstätigkeit ist unter diesen Umständen nicht zu denken.

Grafik des Monats Juni 2021

 

 

Vielfaltsbewusstsein ist ein Erfolgsfaktor

Menschen verfügen über individuelle Voraussetzungen, Erfahrungen und Kompetenzen, mit denen sie sich als Beschäftigte und Führungskräfte in ihre Arbeit einbringen. Unternehmen benötigen in Zeiten des demografischen Wandels mit alternden Belegschaften und Fachkräfteengpässen sowie in globalisierten Wettbewerbssituationen vielfältige Fähigkeiten, um wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben. Es lohnt sich also, die Potenziale der Beschäftigten zu erkennen, um diese gezielt einzusetzen und die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu fördern.

Ansprechpartner hierfür ist Oliver Hasselmann.

Wenn der Rücken Alarm schlägt

Rückenschmerzen haben im Pandemiejahr 2020 einen neuen Höchststand an Krankheitstagen erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg ihr Anteil um 17 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das: Im vergangenen Jahr haben sich Mitarbeitende im Durchschnitt knapp 2,5 Tage wegen Rückschmerzen krankgemeldet. Experten der AOK und des BGF-Instituts führen diesen deutlichen Anstieg unter anderem auf den lockdownbedingten Bewegungsmangel und die fehlende ergonomische Ausstattung am Homeoffice-Arbeitsplatz zurück. Auffällig ist, dass Männer deutlich häufiger an Rückenschmerzen leiden als Frauen.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, die aktuellen AU-Daten für Ihr Unternehmen branchenintern zu analysieren.

Grafik des Monats April 2021

Lockdown: Gift für die Seele?

Psychische Gesundheit von Mitarbeitenden stärken

Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit von Mitarbeitenden führen immer häufiger zu Fehlzeiten. Allein die Anzahl der AU-Tage mit der Diagnose „Angststörung“ ist im vergangenen Jahr sprunghaft um mehr als 27 % angestiegen. Auch die Zahl der Beschäftigten, die aufgrund von sogenannten seelischen Leiden nicht bis zum regulären Rentenalter arbeiten können, nimmt stetig zu. War es 1993 nur jede*r sechste, der aufgrund einer psychischen Diagnose in Frührente gegangen ist, so ist es heute fast jede*r zweite.

Betriebliches Gesundheitsmanagement auch für die Basis

20% aller Beschäftigten in Deutschland, sind sogenannte Basisarbeiter*innen. Das entspricht zur Zeit rund 5 Mio. Menschen. Sie üben Tätigkeiten aus, für die häufig keine berufliche Ausbildung benötigt wird. Ihre Arbeit geht meist mit hoher körperlicher oder psychischer Belastung einher.

Kernfrage ist: Wie lassen sich gesunde, wertschätzende und gleichzeitig motivierende Arbeitsbedingungen für Basis-Arbeiter*innen entwickeln?

Einen Einblick zu dieser Frage geben wir HIER.

Um passgenaue Gesundheitsförderung für sogenannte Basis-Arbeiter*innen zu entwickeln, sucht das BGF-Institut Unternehmen, die an einem Forschungsprojekt teilnehmen möchten. Gesucht werden Betriebe aus den Branchen Einzelhandel, Logistik oder der Ver- und Entsorgung. Gemeinsam mit den Unternehmen möchte das BGF-Institut zielgruppenspezifische Ansätze für die betriebliche Gesundheit von Basisarbeiter*innen schaffen.

Ansprechpartner hierfür ist Oliver Hasselmann.