Zum Hauptinhalt springenZum Hauptmenü springenZum Seitenmenü springenZur Suche springen

Krankenstand in Krankenhäusern seit Jahren steigend

Meldung vom

Krankenhauspersonal seit Jahren zunehmend psychisch beansprucht

Der Krankenstand der AOK-Mitglieder, welche in den Krankenhäusern im Rheinland und in Hamburg beschäftigt sind, erreichte 2018 mit 6,52 Prozent einen neuen Höchststand, das zeigt die BGF-Grafik des Monats April. Im gesamten lag der Krankenstand 2018 mit nur 5,73 Prozent deutlich darunter.

Seit dem Jahr 2006 erhöht sich die Anzahl der Fehltage bei den AOK-versicherten Beschäftigten kontinuierlich. Lediglich in den Jahren 2016 und 2017 gab es einen leichten Rückgang beim Krankenstand, was aber auch auf den hohen Wert im Jahr 2015 – ein intensives Grippejahr – zurückzuführen ist.

Der stetige Anstieg des Krankenstandes hängt in erster Linie mit den seit Jahren ansteigenden psychischen Erkrankungen zusammen. Der Anteil an Arbeitsunfähigkeitstagen stieg in dieser Diagnosegruppe von 11,8 Prozent im Jahr 2006 auf 16,8 Prozent im Jahr 2018 (siehe Abbildung 2). Die Anzahl der krankheitsbedingten Fehltage (je 100 VJ) erhöhte sich in diesem Zeitraum von 310 auf 536 AU-Tage; ein Anstieg von fast 73 Prozent. Neben den körperlichen Anforderungen – etwa das lange Stehen, das Heben und Tragen schwerer Lasten oder die Arbeit in Zwangshaltungen – sind vor allem die psychischen Arbeitsanforderungen in den Krankenhäusern fast durchweg erhöht. Besonders betroffen sind Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen, welche häufig unter starkem Termin- und Leistungsdruck arbeiten müssen. Zudem werden sie bei ihren Arbeitsabläufen oft gestört oder unterbrochen, bzw. sie müssen verschiedene Arbeiten gleichzeitig betreuen. Chronischer Stress, verbunden mit mangelnden Erholungsphasen, kann die Entwicklung von psychischen Erkrankungen begünstigen. >>