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Frauen sind anders krank

Meldung vom

Die Grafik des Monats März zeigt: Stellt man die Diagnosen, die zu einer Arbeitsunfähigkeit bei Frauen bzw. Männern führen gegenüber, so sind deutliche Unterschiede zu erkennen. Häufiger als Männer, sind Frauen von einer Atemwegserkrankung betroffen (57,3 Fälle zu 51 Fälle je 100 Versicherte). Grund dafür könnten die unterschiedlichen Tätigkeiten bei den Geschlechtern sein. Frauen arbeiten öfters im pflegerischen oder erzieherischen Bereich, somit ist eine größere Ansteckungsgefahr für Erkältungen oder grippale Infekte gegeben.

Dagegen werden Muskel-Skelett-Erkrankungen und Unfälle vermehrt bei Männern diagnostiziert. Sie sind öfter in Berufen tätig, die körperliche Arbeit erfordert. Darüber hinaus sind Männer auch in ihrer Freizeit risikofreudiger als Frauen.

Bei den psychischen Diagnosen summieren sich für die Frauen 180 AU-Tage (auf 100 Versicherte) mehr als bei den Männern. Insbesondere depressive und Belastungs-Störungen verursachen viele AU-Tage.

Die höhere Anzahl von Ausfalltagen der Frauen bei den Neubildungen (u. a. Krebsdiagnosen) erklären sich durch das frühe Auftreten. So entwickelt sich zum Beispiel Brutkrebs meist noch im Erwerbsleben. Die häufigsten Krebsarten der Männer (Blasenkrebs und Prostatakrebs) treten dagegen erst in späteren Lebensjahren auf. >>