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Ausgabe 9/2019

IN-Nachrichten

Change-Management: Veränderungen erfolgreich meistern

In Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung sehen sich fast alle Unternehmen mit tiefgreifenden Veränderungsprozessen konfrontiert. Damit Organisationen in Zeiten des demographischen und digitalen Wandels auf dem weltweiten Arbeitsmarkt bestehen können, sind ständige Anpassungen notwendig.

Dabei ist ein professionelles und nachhaltiges Change-Management unerlässlich, um Veränderungen erfolgreich umzusetzen. Unternehmen profitieren so von einer Verbesserung der eigenen Marktposition und einer gestärkten Bindung der Beschäftigten an das eigene Unternehmen.
Mit den folgenden Handlungsstrategien gelingt der Umstellungsprozess:

  1. Erstellen Sie einen konkreten Umsetzungsplan. Mit einer gut durchdachten Strategie vor Augen fühlen sich die Beschäftigten in guten Händen, haben Vertrauen in die Führungskräfte und unterstützen sie bei der Umsetzung.
  2. Beziehen Sie alle Betroffenen mit ein. Leider verlieren Manager/-innen immer wieder den Blick dafür, welche Parteien im Unternehmen von geplanten Veränderungen betroffen sind. Nicht nur die Führungsetage, sondern vor allem auch Mitarbeitende oder Kunden sind wichtige Gruppen mit unterschiedlichen Interessen, die unbedingt mit einbezogen werden sollten.
  3. Stehen Sie hinter den angekündigten Veränderungen. Als Führungskraft müssen Sie zeigen, dass Sie eine Entscheidung getroffen haben, von der Sie voll und ganz überzeugt sind. Wenn das Gefühl aufkommt, Sie würden nicht an den Erfolg der Veränderung glauben, wird diese Einstellung auch auf Ihre Mitarbeitenden übergreifen.
  4. Geben Sie Ihren Beschäftigten ein Gefühl von Sicherheit. Lassen Sie Mitarbeiter an den Entscheidungen teilhaben und erinnern Sie immer wieder an die angestrebten Ziele. Sie reduzieren dadurch Angst und Unsicherheit und erhöhen die Chancen für ein erfolgreiches Change-Management deutlich. Machen Sie auch immer wieder deutlich, wenn Ziele erreicht wurden, um zu zeigen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.
  5. Sorgen Sie für Transparenz. Mit einer anfänglichen Begründung für geplante Veränderungen ist der erste Schritt getan, doch auch während des gesamten Prozesses muss immer wieder für Transparenz gesorgt werden. Geben Sie neue und wichtige Informationen weiter, erklären Sie weiterführende Entscheidungen und beziehen Sie die betroffenen Gruppen mit ein.

Sie möchten mehr über das Thema Change-Prozesse erfahren?

Das Forum des BGF-Instituts „Digital, agil, komplex…Change-Prozesse gesund gestalten“ widmet sich am 27.11.2019 dem Thema.

Außerdem bietet das BGF-Institut Resilienz-Trainings und ab 2020 auch Change-Management-Workshops für Führungskräfte an. Sie lernen, sich mit dem Thema erfolgreicher Veränderungsprozesse vertraut zu machen und diese professionell vorzubereiten.

Wir beraten Sie gern:


Christine Spanke
Dipl.-Psychologin
Teamleiterin Psychologie
Tel. 0221-27180-109
E-Mail: christine.spankeaEPsoiCvpS7uA5zuhBTuwnbgf-institutde

Rheinländer immer häufiger seelisch belastet

Die Arbeitsunfähigkeitsdaten im ersten Halbjahr 2019

Insgesamt waren die AOK-versicherten Beschäftigten im Rheinland im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres seltener krank. Lag der Krankenstand im Zeitraum Januar bis Juni 2018 bei 5,97 Prozent, war im ersten Halbjahr 2019 ein leichter Rückgang auf 5,88 Prozent zu beobachten.

Jedoch gibt der seit Jahren anhaltende Aufwärtstrend der psychischen Erkrankungen Anlass zur Sorge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahmen die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Diagnosen um knapp 8 Prozent zu.

Der insgesamt leichte Rückgang des Krankenstandes steht offensichtlich im Zusammenhang mit den milden Wintermonaten zu Beginn des Jahres. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2018, in der das Rheinland von einer ausgeprägten Grippewelle heimgesucht wurde, wurden deutlich weniger AU-Scheine eingereicht.

Das bestätigt auch der Blick auf die Diagnosen: bei den Atemwegserkrankungen war im ersten Halbjahr 2019 ein Rückgang der Arbeitsunfähigkeitstage um knapp 20 Prozent, bei den Infektionen um knapp 11 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres zu beobachten.

In der öffentlichen Verwaltung zeigt sich mit 8,01 Prozent der höchste Krankenstand (1. Halbjahr 2018: 8,22 Prozent). Auch die Krankenstände in der Ver- und Entsorgungsbranche (7,88 Prozent) und in der Pflegebranche (7,40 Prozent) lagen deutlich über dem Durchschnitt des Rheinlandes.

Ganz anders sieht es im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen aus. Hier ist mit 3,64 Prozent im ersten Halbjahr des Jahres 2019 ein deutlich unterdurchschnittlicher Krankenstand festzustellen.

Sie möchten wissen, wie der Krankenstand in Ihrem Unternehmen aussieht? Das AOK-Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung bietet Ihnen Arbeitsunfähigkeits-Analysen an.  Anonyme Auswertungen für Betriebe mit mindestens 50 AOK-Versicherten im Unternehmen sind jeweils für den Zeitraum eines ganzen Kalenderjahres möglich.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen das Team Gesundheitsberichterstattung des BGF-Instituts unter der Telefonnummer 0221-27180-119 zur Verfügung.

Branchenbericht Krankenhäuser