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Ausgabe 4/2021

IN-Nachrichten

Intervallfasten – Essen nach der Uhr

Das Thema Intervallfasten ist in aller Munde. Die Grundlage dafür ist der zeitlich begrenzte Verzicht auf Nahrung. Doch woher kommt dieses Prinzip und wie wirkt es?

In der Entwicklungsgeschichte des Menschen waren längere Nahrungspausen ganz normal. Um lange Nahrungssuchen zu überstehen, besitzt der Mensch die Fähigkeit, über eine längere Zeit von seinen Energiespeichern zu leben. Bei ausreichender Versorgung mit Nahrung legt der menschliche Körper Reserven an, um auf Phasen des Mangels vorbereitet zu sein.
Dieses Überlebensprogramm ist auch heute noch bei uns Menschen aktiv. Allerdings sind die Bedingungen heute ganz anders: Die ständige Verfügbarkeit von Nahrung in Kombination mit wenig Bewegung führen dazu, dass das evolutionär bewährte Prinzip nicht mehr unser Überleben sichert, sondern häufig zu Übergewicht und damit zu einer Vielzahl an Erkrankungen wie Diabetes Typ II oder Bluthochdruck führt. Doch macht das Fasten wirklich gesünder und leistungsfähiger? Gehen wir gedanklich noch einmal zurück zu unseren Vorfahren, den Jägern und Sammlern. Wann mussten diese besonders fit und leistungsfähig sein? Insbesondere dann, wenn sie hungrig waren und auf Nahrungssuche gehen mussten.

Parallelen dazu kann man auch heute noch beobachten. So zeigen Untersuchungen eine verbesserte geistige Leistungsfähigkeit und eine erhöhte Stressbelastbarkeit beim Fasten (Mattson et al., 2014). Verschiedene Studien weisen zudem auf gesunde Effekte des Intervallfastens hin. So scheint das Intervallfasten die Insulinsensitivität zu erhöhen, die insbesondere bei Diabetes von Bedeutung ist. Neben einem positiven Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem wird außerdem eine entzündungs-hemmende Wirkung des Intervallfastens gezeigt (Brown et al., 2013). Des Weiteren zeigen Studien positive Effekte auf das Gewicht (z.B. Harvie et al., 2011). Doch was ist der Vorteil des Intervallfastens gegenüber anderen Diäten?

Bei vielen Diäten wird für einen gewissen Zeitraum auf bestimmte Lebensmittel oder Nährstoffe wie beispielsweise Kohlenhydrate verzichtet bzw. diese werden stark reduziert. Dadurch verliert man während der Diät an Gewicht. Das Problem ist häufig, dass nach dem Ende der Diät alte Ernährungsmuster schnell wieder aufgenommen werden und man die gerade erst verlorenen Kilos erneut zunimmt. Es findet somit keine langfristige gesunde Ernährungsumstellung statt.

Und genau hier setzt das Konzept des Intervallfastens an. Ziel ist hier nicht die kurzfristige Gewichtsabnahme, sondern die langfristige Integration der Ernährungsumstellung in den Alltag. Hierbei wird nicht auf bestimmte Lebensmittel verzichtet, sondern das Timing der Nahrungsaufnahme wird umgestellt. Die wohl bekannteste Form ist das 16/8 Fasten, bei der am Tag 16 Stunden gefastet und 8 Stunden Nahrung zugeführt wird. Alternativ gibt es das 5 + 2 Intervallfasten, bei dem an fünf Tagen normal und an zwei Tagen kalorienreduziert gelebt wird.

Wie immer beim Thema Ernährung gibt es nicht nur eine Richtung. Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse und was für eine Person optimal ist, funktioniert für andere überhaupt nicht. Die Popularität von Intervallfasten zeigt aber, dass viele Menschen mit dieser Ernährungsform gut zurechtkommen.

Wenn Sie mehr über das Thema Intervallfasten erfahren möchten, bietet das BGF-Institut aktuell das Programm Intervallfasten für Beschäftigte an. Hierbei werden in einem zweistündigen Seminar grundlegende Informationen zum Intervallfasten vermittelt und wertvolle Tipps gegeben, wie man das „Essen nach der Uhr“ in den Alltag integrieren kann. Die Teilnehmenden haben dann die Möglichkeit, das Intervallfasten vier Wochen lang auszuprobieren und anschließend in einem ergänzenden einstündigen Seminar Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu stellen und weitere Hinweise zur Umsetzung zu erhalten.

Ihr Ansprechpartner im BGF-Institut:
 

Till Meyer
M.A. Sport & Ernährung
Berater Betriebliches Gesundheitsmanagement

Tel. 0221 27180-174
E-Mail: till.meyeraEPsoiCvpS7uA5zuhBTuwnbgf-institutde

 
Quellen:

Brown, J.E., Mosley, M., & Aldred, S. (2013). Intermittent fasting: a dietary intervention for prevention diabetes and cardiovascular disease? The British Jorunal of Diabetes & Vascular Disease, 13(2), 68-72.

Harvie, et al. (2011). The effects of intermittent or continuous energy restriction on weight loss and metabolic diseases risks markers: a randomized trial in young overweight women. International Journal of Obesity, 35(5), 714-27.

Mattson, M.P., Allison, D.B., Fontana, L., et al. (2014). Meal frequency and timing in health desease, Proceedings of the National Academy of Sciences, 111(47), 16647-16653.

 

 

Bericht zum Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in der Wirtschaftsregion Düsseldorf

Die Wirtschaftsregion Düsseldorf umfasst neben der Landeshauptstadt Düsseldorf die zehn Gemeinden des Kreises Mettmann. Als Sitz der Landesregierung ist Düsseldorf vor allem für seine Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister sowie große Handelsunternehmen bekannt. Zugleich findet man hier auch eine vielfältige Medienlandschaft und Modeszene vor.

Das herausragende Kapital, über das die Region verfügt, sind jedoch die Beschäftigten. Dabei ist die Gesundheit der Beschäftigten von zentraler Bedeutung, denn sie entscheidet über Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Gesunde, motivierte Mitarbeiter sind deshalb ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Der Report bietet einen Überblick über das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in der Wirtschaftsregion Düsseldorf. Bei der Aufbereitung der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Versicherten haben wir uns an den räumlichen Grenzen und der Branchenstruktur der Wirtschaftsregion Düsseldorf orientiert.

Es werden mögliche Indikatoren dargestellt, die eine erste Grundlage zur Einleitung präventiver Maßnahmen bieten.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Durchführung von Angeboten zur betrieblichen Prävention. Wir informieren Sie über die Möglichkeiten weitergehender Analyseinstrumente zur zielgerichteten Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Sprechen Sie uns gerne an.
 

Nils Torsten Krüger
Dipl.-Geograph
Referent Gesundheitsberichterstattung

Tel. 0221 27180-119
E-Mail: nils-torsten.kruegeraEPsoiCvpS7uA5zuhBTuwnbgf-institutde

 

 

AU-Tool: Arbeitsunfähigkeitsgeschehen im Rheinland

Mitglieder der BGFcommunity haben voraussichtlich ab Mitte April die Möglichkeit, regionale Arbeitsunfähigkeitsdaten über ein neues AU-Tool aufzurufen - interaktiv und dem persönlichen Interesse entsprechend.

Regionale Vergleichsdaten zur Arbeitsunfähigkeit können bei unterschiedlichen Fragestellungen wichtige Informationen bieten. Hier findet man beispielsweise Vergleichsdaten zum Krankenstand des eigenen Unternehmens oder auch interessante Informationen aus den Landkreisen und Städten für Pressearbeit oder Studium.

Mit unserem AU-Tool können Sie sich mit einem Klick die AU-Fälle, AU-Tage sowie AU-Dauer und den Gesamtkrankenstand im Zeitraum der letzten 5 Jahre anzeigen lassen – und das für jede Region im Rheinland und Hamburg. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, die Daten nach Altersklasse, Geschlecht oder Diagnose zu filtern. Über die Download-Funktion lassen sich die Daten zudem problemlos speichern.

Sie sind noch kein Mitglied der BGFcommunity? Kein Problem.
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BGF-Institut ist Top Brand Corporate Health

Das BGF-Institut ist zum wiederholten Mal im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ausgezeichnet worden:

Webseite Top Brand Corporate Health 2021 (EuPD Research)

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