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Ausgabe 11/2020

IN-Nachrichten

„Es war einmal…“ – Kreative Märchenarbeit in der Pflege

Fast jeder kennt sie. Märchen gehören zum allgemeinen Kulturgut - gleichzeitig verbinden viele Menschen Persönliches mit diesen Erzählungen. Kindheitserinnerungen, familiäre Beziehungen, intensive Gefühle – Märchen spiegeln das Leben wider.
Auch alte Menschen oder Menschen, die an Demenz erkrankt sind, erinnern sich oft an Märchen, da das Langzeitgedächtnis meist lange intakt bleibt. Daher sind Märchen ein guter Anknüpfungspunkt, um auch biographisch mit Menschen zu arbeiten. Märchenarbeit ist sinnvoll, da sie an das Gedächtnis der Sinne und an Bilder des Menschen anknüpft und gleichzeitig Erfolgserlebnisse, menschliche Begegnung sowie gemeinsames Erleben und Empfinden ermöglicht.

Dabei ist Kreative Märchenarbeit weit mehr als nur das Erzählen von Märchen. In der Auseinandersetzung mit dem Text steht das Erleben im Mittelpunkt. Hierzu gehören die Gefühle und Gedanken der Zuhörenden genauso wie das Kontakterleben. In Kontakt zu kommen zu dem Erzählten, zu den darin enthaltenen Symbolen, Figuren und Handlungen, um darüber wieder Kontakt mit sich, den eigenen Wünschen, Sehnsüchten und Gefühlen herzustellen, ist ein wesentliches Anliegen der Märchenarbeit.

Märchen sprechen auf plakative Weise fundamentale menschliche Gefühle wie Angst, Neid, Wut, Liebe, Hoffnung oder Glück an. Gute und böse Märchencharaktere laden zur Identifikation und Abgrenzung ein. Die emotionalen Höhen und Tiefen der Geschichten – vertraute und urtypische Gefühle – bilden dazu die entscheidende Brücke. Im Hinblick auf Menschen mit Demenz ist das Ziel des Erzählens, ihnen Entlastung von der eigenen Lebenswelt zu ermöglichen. Märchen können so dazu beitragen, vielfach herausforderndes Verhalten von dementiell veränderten Menschen zu kanalisieren.

Unser Beitrag zur Prävention in Pflegeeinrichtungen
Im zweitägigen Seminar „Märchen und Demenz“ des BGF-Instituts lernen die Teilnehmenden ihren persönlichen Zugang zu Märchen sowie den eigenen Märchenschatz kennen. Es wird vermittelt, wie der Raum für Märchenarbeit zu gestalten ist, welche Märchen ausgewählt werden sollten und was es beim Erzählen und Vorlesen von Märchen zu beachten gilt.
Begleitende Sinnesangebote (Lieder, Materialien etc.) und Beispiele für vertiefende kreative Angebote werden mit dem Ziel thematisiert, ein Übungsangebot für die eigene Einrichtung zu schaffen. Dabei werden den Teilnehmenden Kompetenzen vermittelt, wie sie mit schwierigen Situationen, starken Gefühlen oder auch Tränen seitens der älteren, teils dementiell veränderten Menschen, umgehen können. Die Inhalte sensibilisieren für das Thema Kontakt und Begegnung und vermitteln weitere Möglichkeiten für Beziehungs- und Biographiearbeit in der Pflege.

Das AOK-Projekt „Gesunde Pflegeeinrichtung“
Das Seminar zur kreativen Märchenarbeit ist Teil des Projekts „Gesunde Pflegeeinrichtung“ der AOK Rheinland/Hamburg. Ziel des Projekts ist die Stärkung psychischer und physischer Gesundheitsressourcen und die nachhaltige Verbesserung des Wohlbefindens sowie der Lebens- und Arbeitsqualität auf Bewohner- und Mitarbeiterebene.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir beraten Sie gerne auf dem Weg zu einer gesunden Pflegeeinrichtung.

 
Mona Hierhager
M.A. Sport- und Bewegungsgerontologie
Beraterin Pflegeprävention

Tel. 0221 27180-137
E-Mail: mona.hierhageraEPsoiCvpS7uA5zuhBTuwnbgf-institutde
 

AOK/BGF-Gesundheitspreisträger 2020 ausgezeichnet

Die AOK Rheinland/Hamburg und das BGF-Institut unterstützen seit vielen Jahren Unternehmen bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. Besonders erfolgreiche Projekte werden mit dem AOK/BGF-Gesundheitspreis gewürdigt, der seit 1998 einmal im Jahr vergeben wird. Preisträger in diesem Jahr waren der Erftverband aus Bergheim, die Bäckerei Evertzberg GmbH aus Remscheid und das Johanniter-Stift Wuppertal. Die Auszeichnung, die mit einer Urkunde, einer Statue und einem Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro verbunden ist, wurde den Unternehmen von Rolf Buchwitz, Stv. Vorstandvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, der Geschäftsführung des BGF-Instituts und den AOK-Regionaldirektoren Oliver Hartmann und Helmut Schneider überreicht.

Erftverband

Einen besonderen Fokus legt der Verband auf die Sensibilisierung seiner Führungskräfte für die eigene Gesundheit und ein „gesundes Führen“ ihrer Teams. Auch umfasst die Gesundheitsförderung beim Erftverband jährliche Gesundheitstage, bei denen sich alle Beschäftigten über aktuelle Themen – in diesem Jahr „Lärmschutz“ – informieren können. Weitere Angebote sind Achtsamkeitsschulungen oder kostenlose Hautkrebsscreenings.
Für sein Engagement erhält der Erftverband den Gesundheitspreis 2020.  Dr. Bernd Bucher, Vorstand des Erftverbandes, freut sich sehr über die Auszeichnung: „Gesundheit ist das höchste Gut und das Wohl unserer Beschäftigten steht daher bei uns an erster Stelle. Als nachhaltig arbeitendes Umweltunternehmen ist es uns wichtig, dass auch unsere Betriebliche Gesundheitsförderung langfristig und nachhaltig angelegt ist.“

Evertzberg GmbH & Co. KG

Die Bäckerei Evertzberg GmbH & Co. KG in Remscheid stellt ein vorbildliches betriebliches Engagement im Bereich der Gesundheitsförderung unter Beweis und erhielt dafür ebenfalls den Gesundheitspreis 2020. Thomas Bischzur, Geschäftsführer des Unternehmens, ist hocherfreut über die Jury-Entscheidung: „Das große Engagement und nicht zuletzt auch die passgenauen Konzepte der AOK und des BGF-Instituts haben sich enorm positiv auf die Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter ausgewirkt.“
Der Bäckereibetrieb investiert aktiv in eine gesundheitsförderliche Unternehmenskultur. Hieraus resultieren beispielsweise die Initiierung eines Arbeitskreises Gesundheit, Installation einer „Feelgoodmanagerin“, Führungskräfte-Coachings und die spezielle Ausbildung eines „Ergo-Scouts“, der sich um das „rückengerechte Arbeiten“ im Unternehmen kümmert.

Johanniter Stift-Wuppertal

Das Johanniter-Stift Wuppertal, dem es dank eines ganzheitlichen Konzeptes gelungen ist, den Krankenstand spürbar zu senken und die Zufriedenheit seiner Beschäftigten nachhaltig zu steigern, erhielt in diesem Jahr ebenfalls den Gesundheitspreis 2020.   
Katja Sonntag, Leiterin der Pflegeeinrichtung, ist hocherfreut über die Entscheidung der Jury: „Die Gewinnung, Bindung und Gesunderhaltung von Pflegekräften ist eine zentrale Herausforderung in unserem Metier. Gemeinsam mit der AOK und dem BGF-Institut haben wir uns auf den Weg gemacht, gezielte Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung umzusetzen. Unser wertvollstes Gut, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, profitieren hiervon unmittelbar. Dies hat für uns einen ganz besonderen Stellenwert.“ Neben der Schaffung eines Arbeitskreises Gesundheit, der sich regelmäßig um die Initiierung neuer Projekte zum Wohle der Mitarbeiter kümmert, setzt sich das Johanniter-Stift auch stark für den Erhalt der Selbständigkeit und die Steigerung der Lebensqualität der Bewohner ein. So wurden neben den renommierten und erfolgreichen „BGF-Standardprodukten“ auch visionäre und kreative Projekte gestaltet. Mit dem Kunstpilotprojekt „Botschafter für Kreativität“ - in Zusammenarbeit mit einer lokalen Kunstdozentin – und der „Kreativen Märchenarbeit in der Altenpflege“ beschreitet das Johanniter-Stift innovative und sehr erfolgversprechende Wege.

 

Ihr Ansprechpartner im BGF-Institut für den AOK/BGF-Gesundheitspreis:


Ralf Beutel
Referent Stabstelle Marketing & Kommunikation

Tel. 0221 27180-124
E-Mail: ralf.beutelaEPsoiCvpS7uA5zuhBTuwnbgf-institutde

Bericht zum Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in der Wirtschaftsregion Köln

jetzt verfügbar
 

Die Wirtschaftsregion Köln zählt mit ihrer Branchenstruktur, ihrem Beschäftigungs- und Innovationspotential und ihrer Wirtschaftskraft bundesweit zu den herausragenden Standorten. Hier sind nicht nur große und bekannte Medien- und Industrieunternehmen zu Hause, sondern vor allem viele klein- und mittelständische Unternehmen, deren Produkte weltweit Ansehen genießen.

Das herausragende Kapital, über das die Region verfügt, sind jedoch die Beschäftigten. Dabei ist die Gesundheit von zentraler Bedeutung, denn sie entscheidet über Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Gesunde, motivierte Mitarbeiter sind ein entscheidender Wettbewerbsfaktor – dies gilt auch für die Wirtschaftsregion Köln.

Der AU-Report zum Arbeitsunfähigkeitsgeschehen bietet einen Überblick über das AU-Geschehen in der Region. Er bietet einen Überblick über die Krankenstände samt der ihnen zugrunde liegenden Diagnosen. Als Benchmark kann sowohl auf die einzelnen Kommunen bzw. Kreise der Wirtschaftsregion als auch auf die Branchen zurückgriffen werden.

Es werden mögliche Indikatoren dargestellt, die eine erste Grundlage zur Einleitung präventiver Maßnahmen bieten. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Durchführung betrieblicher Präventionsmaßnahmen. Wir informieren Sie über die Möglichkeiten weitergehender Analyseinstrumente zur zielgerichteten Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Sprechen Sie uns gerne an.

 
Dr. Thorsten Flach
Psychologe
Referent Gesundheitsberichterstattung

Tel. 0221 27180-123
E-Mail: thorsten.flachaEPsoiCvpS7uA5zuhBTuwnbgf-institutde

Erstes digitales BGF-Symposium 26.11.2020

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