Zum Hauptinhalt springenZum Hauptmenü springenZum Seitenmenü springenZur Suche springen

Ausgabe 10/2020

IN-Nachrichten

Sand im Getriebe

Mit Coaching Lösungswege finden

Es gibt Zeiten, da läuft alles rund: Die Arbeitstätigkeit ist herausfordernd, die Vorgesetzten geben wertschätzendes Feedback und die Beziehung zu den Kollegen ist geprägt durch Vertrauen und soziale Unterstützung. Leider gibt es auch Phasen, in denen das „System Arbeit“ nicht ganz so gut läuft und sich Konflikte, Veränderungswünsche oder auch Unklarheiten in Bezug auf die Rolle im eigenen Unternehmen breit machen. Diese anspruchsvollen Situationen gehen beispielsweise mit der Übernahme neuer Aufgaben, Organisationsveränderungen oder auch beruflicher Neuorientierung einher.
Wird der Problemdruck zu groß oder wird nach präventiven Unterstützungsmöglichkeiten gesucht, bietet sich ein systemisches Coaching an.

Was zeichnet systemisches Coaching aus?
Systemisches Coaching ist ein professionell geleiteter Prozess, im dem es darum geht, Lösungen für das individuelle Anliegen zu finden. Der Coach wendet hier Gesprächstechniken an, die dabei unterstützen sollen, dass der Klient neue Perspektiven entwickelt, Ressourcen erkennt und eigene Lösungswege für sein Anliegen entwickelt. Das Individuum wird dabei nicht isoliert betrachtet, sondern stets im Kontext und in Wechselwirkung mit seinem beruflichen, familiären oder gesellschaftlichen Umfeld bzw. System. Denn nur unter Berücksichtigung eben dieser Systeme kann es gelingen, nachhaltige und umsetzbare Lösungen zu entwickeln.
Im Vergleich zu den gängigen Beratungsformaten geht es beim Coaching nicht darum, Ratschläge oder Expertentipps zu geben. Ebenso wenig findet eine Fokussierung auf das Problem statt. Vielmehr verfolgt der systemische Ansatz eine ziel- und lösungsorientierte Herangehensweise, im Sinne der Fragestellung „Was muss passieren, damit das Problem nicht mehr auftritt?“.
Zudem wird im systemischen Coaching nicht von „der einen Wirklichkeit“ ausgegangen, sondern angenommen, dass jede Person ihre Umgebung und Geschehnisse anders interpretiert und bewertet. Jeder Mensch hat demnach eine eigene Weltsicht und verhält sich entsprechend seiner individuellen Perspektive. Diesem Ansatz folgend, leitet der Coach den Klienten dazu an, die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ein Perspektivwechsel kann dabei helfen, die eigene Position anders wahrzunehmen und neue Lösungsansätze zu erkennen.

Sie möchten mehr erfahren?
Der Ansatz des systemischen Coachings ist für Sie oder Ihre Mitarbeitenden von Interesse? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 
Gesa Lina Hedden
M.A. Arbeits- u. Organisationspsychologie

Tel. 0221 27180-159
E-Mail: gesa-lina.heddenaEPsoiCvpS7uA5zuhBTuwnbgf-institutde

BGF - Mitarbeiterumfragen 2019

Handlungsbedarf vor allem bei psychischen Belastungen

Die Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen nehmen seit Jahren zu. Infolgedessen werden psychische Gefährdungsbeurteilungen von den Unternehmen immer häufiger nachgefragt. Insbesondere bei kleinen und mittleren Betrieben ist der BGF-Monitor ein beliebtes Befragungsinstrument, um mögliche Risikofelder zu erkennen und auch einzelne Tätigkeitsgruppen im Unternehmen trennscharf abzubilden. Mit insgesamt 30 Fragen ist der BGF-Monitor nur mit geringem zeitlichem Aufwand verbunden und gleichzeitig umfasst er alle Belastungsfaktoren, die bei der Erstellung der psychischen Gefährdungsbeurteilung erhoben werden sollten.

Im Jahr 2019 konnten wir mit dem BGF-Monitor insgesamt 3.233 Beschäftigte aus 17 verschiedenen Unternehmen und 11 unterschiedlichen Branchen im Rheinland zu ihren Belastungen befragen.

Die Ergebnisse der Befragungen zeigen in einigen Bereichen dringenden Handlungsbedarf auf:

Betrachtet man die gesundheitsrelevanten Faktoren, die mit der Arbeitsumgebung zusammenhängen, so stellt die Lautstärke offensichtlich eine hohe physische Belastung dar. Fast die Hälfte der Befragten (45%) gaben an, in einer lauten Umgebung zu arbeiten. Die hohe Lautstärke führt nicht nur zu einer verminderten Konzentration, sondern kann langfristig auch zu einer Gefahr für die Gesundheit der Betroffenen werden. Die größte psychische Belastung besteht für ein gutes Drittel der Befragten (32%) darin, dass die Arbeit sie in emotional belastende Situationen bringt.  Beim Thema Workflow geben 29% der Befragten an, wichtige Aufgaben nicht störungsfrei erledigen zu können. Je nach Tätigkeitsbereich können Störungen und häufige Unterbrechungen gravierende Fehler verursachen.

Positive Ergebnisse zeigen sich hingegen in folgenden Bereichen:

Die Arbeitsplatzgestaltung wird von den Befragten insgesamt sehr positiv bewertet. Insbesondere die Helligkeit des Arbeitsplatzes ist bei 79% der Teilnehmenden ausreichend. Die Zusammenarbeit scheint ebenfalls bei der großen Mehrheit der Befragten gut möglich zu sein. So geben 79% an, dass Sie in der Arbeitszeit Kontakt zu Kollegen haben und 75% bestätigen, dass sie bei Bedarf Unterstützung im Team erhalten. Erfreulich ist auch, dass drei Viertel der Befragten (75%) ihre Arbeit als sinnvoll erleben. Die wahrgenommene Sinnhaftigkeit der Arbeit kann zu mehr Zufriedenheit in Arbeit und Privatleben beitragen und die psychische Gesundheit stärken.

Wenn auch Sie mehr über die gesundheitsrelevanten Belastungen an Ihren Arbeitsplätzen erfahren möchten, sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne rund um unsere Analyseinstrumente, die psychische Gefährdungsbeurteilung und Ihre Möglichkeiten zur gesundheitsförderlichen Gestaltung der Arbeit.


Annika Wurster
M.Sc. Psychologie
Beraterin Betriebliches Gesundheitsmanagement

Tel. 0221 27180-147
E-Mail: annika.wursteraEPsoiCvpS7uA5zuhBTuwnbgf-institutde

Erstes digitales BGF-Symposium 26.11.2020

Jetzt anmelden:

www.anmeldung.bgf-institut.de