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Ausgabe 10/2018

IN-Nachrichten

BGF-Monitor: Schneller Check zur Ermittlung psychischer Belastungen

Der BGF-Monitor ist ein bekanntes Screening-Instrument zur Ermittlung psychischer Belastungen in Unternehmen. Dieses wurde 2018 weiterentwickelt, um mit nur wenigen Fragen (insgesamt 30 Items) die psychischen Gefährdungen von Beschäftigten erfassen zu können. 

Er eignet sich besonders für Unternehmen, die einen ersten, groben Überblick über Gefährdungen und Belastungen Ihrer Beschäftigten erhalten möchten. Als sogenannte Grobanalyse sind Vergleiche zwischen kleinsten Abteilungen oder Tätigkeitsgruppen sehr schnell und effektiv möglich, sodass eine Feinanalyse und Maßnahmenableitung bedarfsgerecht fortgeführt werden kann. 

Es werden insgesamt zwölf Bereiche abgefragt, die für psychische Gefährdungen relevant sein können.  

Prozentränge in Form eines „Spinnen-Netz-Diagramms“ werden, wie in der Beispielauswertung zu sehen, für jede Abteilung einzeln dargestellt und dokumentiert. Ampelfarbige Hinweise decken zusätzlich Handlungsbedarfe in den jeweiligen Unterkategorien auf. Dabei werden die Ergebnisse mit einer repräsentativen Stichprobe der deutschen Erwerbstätigen verglichen. 

Gerne unterstützen wir Sie individuell auf dem Weg der Ermittlung psychischer Belastungen in Ihrem Unternehmen!

Sprechen Sie uns gerne an.


Christine Spanke
Leiterin Team Psychologie & Reporting
Tel. 0221 27180-109
E-Mail: Christine.spanke@bgf-institut.de

Die Generation Y wünscht sich von ihrem Arbeitgeber vor allem Sicherheit

Fehlzeiten-Report 2018

Es ist die Frage nach dem „Warum?“, die die Generation Y ausmacht. „Sinnsucher", „Digital Natives, „Millenials" – die heute 22- bis 35-Jährigen sind nicht nur mit digitalen Medien und neuen Kommunikationsformen aufgewachsen, sie hinterfragen auch herkömmliche Arbeits- und Gesellschaftsstrukturen. Die stete Frage nach dem „Why", nach dem tieferen Sinn stößt in der Arbeitswelt zuweilen auf Unverständnis.  

In Feuilletonbeiträgen und Wirtschaftsmagazinen heißt es, Familie und Freunde hätten für die Generation einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig wolle sie sich voll und ganz dem Beruf widmen. Zudem seien ihnen Werte wie Sinn, Selbstverwirklichung und Autonomie wichtig. Ihnen werden dabei gerne auch widersprüchliche Attribute zugeschrieben: Anspruchsvoll, zielbewusst, arbeitsscheu und orientierungslos sollen sie sein.

Wie aber tickt die Generation Y wirklich? Ist sie strebsam? Oder doch faul?

Frau Dr. Hardering ist Expertin im Bereich Arbeitssoziologie und untersuchte die Arbeitsorientierung der Generation Y. Das Ergebnis ihres Studienvergleichs zeigt: Die Generation Y wünscht sich an erster Stelle ein sicheres Beschäftigungsverhältnis – und unterscheidet sich darin gar nicht großartig von anderen Generationen. Auch ihr Bedürfnis nach einer sinnvollen Beschäftigung ist nicht neu. Aber: Die Generation Y misst dem Bereich Arbeit eine geringere Wichtigkeit bei als vorangehende Generationen. Die Sinnsucher wünschen sich im Gegenteil vom Arbeitgeber Lösungen, um die Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben zu gewährleisten – und sind dafür auch bereit, auf Geld zu verzichten. 

Die Generation ist also durchaus leistungsorientiert und möchte auch erfolgreich sein – aber nicht auf Kosten der Familie, Freunde oder persönlicher Interessen. Die Work-Life-Balance ist für die sinnsuchende Generation besonders wichtig.

Betriebliches Gesundheitsmanagement sollte da ansetzen: mit Arbeitsstrukturen, die den Austausch zwischen den Generationen fördern, etwa durch die Bildung altersgemischter Teams. Auch sichere Beschäftigungsverhältnisse, faire Löhne und Möglichkeiten zur Vereinbarung von Familie und Beruf sind ein wichtiger Teil von gesundheitsfördernder Arbeit.

 

Sie möchten mehr über die Generation Y erfahren?

Dann melden Sie sich zu unserem BGF-Symposium „Generation Y...Z – Junge Mitarbeiter in der neuen Arbeitswelt“ an >> 

Weitere Informationen

Der Fehlzeiten-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) erscheint jährlich in Buchform. Neben umfassenden Daten und Analysen zur Entwicklung des Krankenstandes der Beschäftigten in Deutschland sind zahlreiche Fachbeiträge zu wechselnden Schwerpunktthemen enthalten. In diesem Jahr steht bei den Fachautoren „Der Sinn von Arbeit“ im Mittelpunkt. 

Mehr zu den Inhalten sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie unter: www.wido.de/fzreport.html


Hardering, Friederike (2018): Die Sinnsuche der Generation Y – Zum Wandel von Ansprüchen an den Sinn (in) der Arbeit, in: Badura, Bernhard et al. (Hrsg.), Fehlzeiten-Report 2018; Sinn erleben – Arbeit und Gesundheit, Berlin: Springer-Verlag GmbH Deutschland, S. 75-83.