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Zu viele Unfälle bei Zeitarbeit

Meldung vom

Die Leiharbeit boomt: Nach Angaben der Bundesregierung waren im Jahr 2017 in Deutschland rund eine Million Beschäftigte in der Branche angestellt. Das zeigt die Grafik des Monats Mai, die das BGF-Institut vorgestellt hat. Arbeitsschutz und Sicherheit werden nach wie vor häufig vernachlässigt. Unfallstatistiken bestätigen, dass sie im Vergleich zu fest angestellten Beschäftigten ein deutlich höheres Unfallrisiko haben. Gründe hierfür liegen unter anderem in den besonderen Arbeitsbedingungen, da der Einsatzbetrieb und die Tätigkeiten für die Beschäftigten oft wechseln. Zudem fehlen häufig auch die vorgeschriebenen Unterweisungen.

Überdurchschnittlich viele Arbeitsunfälle 

Die Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-versicherten Beschäftigten bestätigen die überdurchschnittliche Anzahl an Arbeitsunfällen in der Branche. Im Jahr 2017 kam es bei den Zeitarbeitnehmern zu fast sechs Unfällen am Arbeitsplatz (je 100 VJ). Damit lag die Fallzahl knapp 73 Prozent über dem Niveau des Rheinlandes (3,41 AU-Fälle je 100 VJ).

Klare Absprachen zum Gesundheitsschutz

Der Trend in den letzten Jahren ist allerdings positiv. Vergleicht man mit dem Jahr 2012, dann hat sich die Anzahl an Arbeitsunfällen in den letzten Jahren um mehr als 20 Prozent verringert. Diese Entwicklung zeigt, dass die Thematik in den letzten Jahren stärker in den Fokus gerückt ist und Zeitarbeitsunternehmen, Einsatzbetriebe und Zeitarbeitnehmer enger zusammenarbeiten und klarere Absprachen hinsichtlich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes treffen.