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Belastungsstörungen

Meldung vom

De BGF-Grafik des Monats Mai zeigt: Betrachtet man nur die psychischen Erkrankungen, so sind es neben den Depressionen vor allem Anpassungs- und Belastungsstörungen, welche in den letzten Jahren zu immer mehr Fehlzeiten in den Unternehmen führen. Mittlerweile steht diese Diagnose hinsichtlich der Anzahl an Fehltagen bei den AOK-versicherten Beschäftigten im Rheinland an vierter Stelle, hinter den Rückenschmerzen, den akuten Infektionen und den Depressionen. Unter Anpassungs- und Belastungsstörungen werden psychische Reaktionen, die sich infolge akuter schwerer Belastung oder aber aufgrund anhaltend belastender Lebensumstände entwickeln, verstanden. Gründe wären beispielsweise familiäre oder berufliche Konflikte, finanzielle Schwierigkeiten, körperliche Erkrankungen sowie Todesfälle in der Familie oder ein traumatisches Erlebnis.

Psychische Erkrankungen prägen immer häufiger das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen

Wird eine Anpassungs- oder Belastungsstörung diagnostiziert, so ist das meist mit langen Ausfallzeiten verbunden. Im Jahr 2018 lag die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitsdauer (AU-Dauer) bei fast 25 Fehltagen. Damit hat sich die AU-Dauer in den letzten 15 Jahren um ungefähr fünf Kalendertage verlängert (siehe Abbildung). Auch bei der Anzahl der AU-Fälle ist ein kontinuierlicher Anstieg seit dem Jahr 2003 zu erkennen. Die Fallzahl hat sich dabei von 2003 bis 2018 etwa vervierfacht. Die AOK Rheinland/Hamburg und das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) unterstützen Unternehmen im Umgang mit psychisch gefährdeten Mitarbeitern. Das Angebot reicht von Seminaren zur Sensibilisierung von Führungskräften bis zu Beratungen an Gesundheitstagen. Zudem bietet das BGF-Institut psychisch gefährdeten Menschen Seminare zum Stressmanagement und Anti-Burnout-Workshops an. In weiteren Seminaren geht es um die Förderung von Resilienz, um Achtsamkeit und darum, Glück zu erleben. >>